Gesundheitsresilienz der Partnerländer: EPP, S&D, Renew und Greens/EFA stimmten dafür, die extreme Rechte einstimmig dagegen (319:142)

2026-09-17

Die Europaabgeordneten haben am Donnerstag, dem 17. September, eine Entschließung zur Stärkung der Gesundheitsresilienz in Partnerländern mit 319 Ja-Stimmen, 142 Nein-Stimmen (19 Enthaltungen) angenommen. Sie reagiert auf eine Mitteilung der Europäischen Kommission über den drastischen Rückgang der weltweiten Gesundheitshilfe. Alle vier demokratischen Fraktionen – EVP, S&D, Renew und Grüne/EFA – stimmten einstimmig dafür. ECR, PfE und ESN stimmten einstimmig dagegen. Die Beteiligung war die niedrigste aller acht Abstimmungen des Tages; bei der EVP lag sie bei nur 54,9 Prozent.

Infographic

Die Europaabgeordneten haben am Donnerstag, dem 17. September 2026, auf der Plenarsitzung in Straßburg eine Entschließung zur Stärkung der globalen Gesundheitsresilienz in den Partnerländern verabschiedet (Drucksache B10-0385/2026). Das Abstimmungsergebnis lautete: 319 Stimmen dafür, 142 dagegen, 19 Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Es handelt sich um eine Entschließung gemäß Artikel 142 der Geschäftsordnung, die an eine mündliche Anfrage an die Europäische Kommission anknüpft – es ist kein Rechtsakt, sondern eine politische Stellungnahme des Parlaments zu einem Thema, das von der Kommission aufgegriffen wurde.

Alle vier demokratischen Fraktionen – EVP, S&D, Renew und Grüne/EFA – stimmten einstimmig für die Entschließung. S&D und Grüne/EFA stimmten ohne eine einzige Gegenstimme oder Enthaltung ab, EVP und Renew fast ebenso einstimmig, nur mit vereinzelten Ausnahmen. Auch die Fraktion „The Left“, die außerhalb des durch die redaktionelle Politik definierten Kreises der vier demokratischen Fraktionen steht, stimmte einstimmig dafür; ihre Stimmabgabe wird jedoch als Tatsache erwähnt. Berichterstatter für die Entschließung im Entwicklungsausschuss (DEVE) war Barry Andrews von der Fraktion Renew. Keine der vier demokratischen Fraktionen hat einen Schattenberichterstatter für die Entschließung benannt – dies ist ein Merkmal dieses konkreten Verfahrens gemäß Artikel 142 der Geschäftsordnung und kein Zeichen von Desinteresse.

Drei Fraktionen der extremen Rechten – ECR, PfE und ESN – stimmten mit großer innerer Einigkeit gegen die Entschließung. PfE und ESN stimmten ohne eine einzige Ja-Stimme dagegen, die ECR fast ebenso einstimmig.

Die Beteiligung an der Abstimmung war die niedrigste aller acht Schlussabstimmungen desselben Tages: 480 von 717 besetzten Sitzen nahmen an der Abstimmung teil, das sind 66,9 Prozent. Am deutlichsten fiel die geringe Beteiligung bei der EPP aus – nur 101 ihrer 184 Abgeordneten stimmten ab, das sind 54,9 Prozent, der niedrigste Wert aller neun Fraktionen und deutlich weniger, als die EPP bei den anderen sieben Abstimmungen desselben Donnerstags verzeichnete (79,3 bis 85,3 Prozent). Dies ist eine festgestellte Tatsache; der Grund für die geringe Beteiligung konnte nicht ermittelt werden.

Die Entschließung reagiert auf die Mitteilung der Europäischen Kommission COM(2026) 197 final vom 13. Mai 2026 mit dem Titel „Reinforcing global health resilience amidst geopolitical change“. Darin weist die Kommission darauf hin, dass die Entwicklungshilfe im Gesundheitsbereich weltweit stark zurückgeht – von rund 45,8 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 36,1 Milliarden Euro im Jahr 2025, was einem Rückgang um 21 Prozent entspricht, wobei bis zum Jahr 2030 ein weiterer Rückgang erwartet wird. Sie beschreibt die globale Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich als zunehmend geopolitisch angespannt, mit einer Verlagerung von multilateraler Zusammenarbeit hin zu transaktionalen bilateralen Beziehungen, und schlägt fünf Schwerpunktbereiche sowie neun Maßnahmen für die Jahre 2026 und 2027 vor – unter anderem die Förderung einer größeren „Gesundheitssouveränität“ der Partnerländer, d. h. ihrer eigenen finanziellen und politischen Verantwortung für ihre Gesundheitssysteme.

Der Wortlaut der Entschließung des Parlaments selbst lag zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes nicht vor. Die konkreten Forderungen, die das Parlament mit dieser Entschließung an die Kommission gerichtet hat, können daher nicht zitiert werden – der beschriebene Kontext bezieht sich auf das Thema, auf das die Entschließung reagiert, nicht auf den Inhalt der Entschließung selbst.

Wir erfassen und visualisieren öffentlich zugängliche Daten der Website des Europäischen Parlaments. Votemap.eu übernimmt keine Verantwortung für mögliche Inkonsistenzen der Daten oder Änderungen nach der Veröffentlichung.

Beschreibungen werden mit dem maschinellen Übersetzungsdienst DeepL Translate erstellt. Wir entschuldigen uns für mögliche Unvollkommenheiten oder Unannehmlichkeiten.

lu