Drohnen und moderne Kriegsführung

22. 01. 2026 - Das Europäische Parlament warnt, dass sich die Kriegsführung grundlegend verändert hat. Die Erfahrungen aus der Ukraine und dem Nahen Osten zeigen, dass Drohnen zu einer Schlüsselwaffe in modernen Konflikten geworden sind – und die EU muss darauf schnell reagieren.
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Das Europäische Parlament stellt in seinem Bericht fest, dass unbemannte Systeme heute einen grundlegenden Einfluss auf die Art der Kriegsführung haben. Der intensive Einsatz von Drohnen in der Ukraine und ihre Verwendung durch nichtstaatliche Akteure wie die Hamas oder die Huthis haben die Verwundbarkeit von Armeen offenbart, die auf diese Realität nicht vorbereitet sind. Die geringen Kosten und die hohe Effizienz dieser Technologien verändern laut den Abgeordneten das Kräfteverhältnis. Das Parlament betont, dass die europäischen Streitkräfte Drohnen und Mittel zu ihrer Bekämpfung (sogenannte Counter-UAS) vollständig in ihre Ausbildung, Ausrüstung und Einsatzdoktrinen integrieren müssen. Dazu gehört die Fähigkeit, feindliche Drohnen mithilfe einer Kombination aus Radargeräten, Sensoren, elektronischer Kriegsführung, Lasersystemen oder kostengünstigen Verteidigungslösungen schnell zu erkennen, zu stören oder zu zerstören. Ohne diese Fähigkeiten drohen höhere Verluste und Einschränkungen der Manövrierfreiheit der Einheiten.

Besonderes Augenmerk wird auf die Notwendigkeit kostengünstiger und massenhaft verfügbarer Anti-Drohnen-Technologien gelegt. Das Parlament weist darauf hin, dass die derzeitigen Systeme oft teurer sind als die Ziele, die sie zerstören, was auf Dauer nicht tragbar ist. Die EU sollte daher die Entwicklung einfacher, schnell einsetzbarer und kostengünstiger Lösungen fördern, die sich unter anderem an den Erfahrungen der Ukraine orientieren.

Die Europaabgeordneten fordern außerdem eine Anpassung der Militärdoktrinen und Investitionen in Forschung, Entwicklung und Zusammenarbeit zwischen Militär, Industrie und Start-ups. Drohnen sollen nicht nur in Landstreitkräfte, sondern auch in Marine-, Luftfahrt- und Logistiksysteme integriert werden. Zu den Änderungen sollen auch klarere Regeln für den Einsatz von Drohnen und gemeinsame europäische Standards für die Ausbildung und Zertifizierung von Bedienern gehören. Der Bericht sendet damit ein klares Signal: Wenn die EU im heutigen Sicherheitsumfeld bestehen will, muss sie sich an die Realität des Drohnenkriegs anpassen – schnell, koordiniert und mit Schwerpunkt auf ihrer eigenen technologischen Kapazität.

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